Sechster Sieg im sechsten Spiel
Die TG Heidingsfeld blieb auch im sechsten Saisonspiel verlustpunktfrei – wobei gerade dieSchlussphase durchaus Raum für Diskussionen offen ließ. Mit knappen 50 Minuten konnteTGH-Trainer Julian Bötsch jedoch vollends zufrieden sein.
Der offensive Schnellzug der TG Heidingsfeld rollte am sechsten Spieltag weiter ohne Bremsen über einen weiteren Bahnhof hinaus. Im Heimspiel gegen die DJK Rimpar III konnte die Bötsch-Truppe recht schnell für augenscheinlich klare Verhältnisse sorgen. Nach dem 3:3 in der fünften Minute gab es mit dem 7:5 in der 9. Minute das erste kleine Polster. Die Gäste aus Rimpar hatten trotz der bisher ausgeglichenen Bilanz von einem Sieg, einer Niederlage und zwei Unentschieden einen vollen und teilweise erfahrenen Kader mit nach Heidingsfeld gebracht. Und dieser stemmte sich in der Anfangsphase gänzlich gegen einen frühen Rückstand, wobei dieser Plan in einem recht kollektiven Blackout zwischen der 10. und 15.Minute vorerst endete. Die Heidingsfelder setzten in dieser Phase mit einem eiskalten und temporeichen 5:0-Lauf eine erste eindeutige Duftmarke und führten diesen Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff konsequent weiter. Dennoch war beim Seitenwechsel, die Anzeigetafel zeigte 19:13, noch bei weitem nicht alles entschieden.
Der zweite Durchgang bot jedoch über weitere gut 20 Minuten ein recht eindeutiges Bild. Die Hätzfelder erspielten sich im Angriff gute Chancen und nutzten diese meist mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Für Außenstehende könnte das Spiel, mit Toren auf beiden Seiten, gerade so dahin geplätschert sein. Die Spielstände 22:17 (36.), 27:21 (41.) und 34:27 (51.) belegen das offene Visier auf beiden Seiten. Bötsch hatte sich mit seiner Mannschaft trotz der steten Führung dennoch vorzuwerfen, dass der defensive Zugriff kaum gegeben war – wobei das beidem derart produktiven Angriff wohl zu verschmerzen war. Womit die wohl bisher schwächsten und vor allem hektischsten fünf, sechs Minuten der TGH-Saison anbrechen sollten. Die Rimparer Bank akzeptierte die drohende zweite Saisonniederlage keinesfalls und stellte in der Schlussphase konsequent auf eine offensive Abwehr um.
Dieser Druck auf vor allem die Rückraumspieler der Heidingsfelder Handballer sorgte für einige Verwirrung – und in der Konsequenz für Ballverluste. Bötsch reagierte mit dem siebten Feldspieler, was noch in Waldbüttelbrunn und auch gegen die TG Höchberg glänzend funktionierte. Rimpar hingegen zeigte die zweifelsfrei vorhandene Klasse des Kaders in dieser Phase jedoch mustergültig. Nach mehreren Ballverlusten, fahriger Defensivarbeit und vor allem einigen Treffern ins eigene leere Tor stand die DJK mit einem 5:0-Lauf mit einem Bein zurück inder Partie. Glücklicherweise – aus Sicht der TGH – hatte man zum einen aus dem bisherigen Spielverlauf eine komfortable Führung mitgebracht und zum anderen schnell die eigene Sicherheit wiedergefunden. Vom Sturmlauf des Rimparer Unterbaus, der im Spielstand von 34:30 endete, war beim 37:31 in der 55. Minute bereits wieder recht wenig übrig. Über die Stände 39:33 (56.) und 41:34 (58.) ergab sich schließlich der Endstand von 42:37. Gerade aufgrund der hektischen Schlussphase und schlichtweg einigen Gegentoren zu viel war die Euphorie aufseiten der TG Heidingsfeld nach dem Abpfiff durchaus etwas gedämpft.
Was jedoch bereits die Entwicklung der Mannschaft zeigt: Bei der bisherigen Bilanz von 12:0 Punkten machte sich dann aber doch die Freude breit – im Sport fragt nach Abpfiff bekanntlich niemand mehr nach dem Wie.
Eisenhuth (4.), Puchalla (2), Sommer (5), Wisso (1), Maier (7), Tanushi, J. Schmucker (2),Nasrullah, Steinert (14), Wirth (6), Bauckner (1), Tor: Villmann, N. Schmucker
























