Letztes Saisonspiel als Spiegelbild der gesamten Runde
TG Heidingsfeld – TSV Partenstein 23:24 (10:10)
Für die Damen der TG Heidingsfeld stand am frühen Samstagabend das letzte Spiel der Saison 2025/26 an; zu Gast war der bereits vor der Partie als Tabellendritte feststehende TSV Partenstein. Das Hinspiel Anfang Dezember ging am Ende etwas glücklich an die Mannschaft aus dem Spessart, im Rückspiel wollte man daher versuchen, sich für die knappe 26:25-Niederlage zu revanchieren. Wie in der Vorwoche waren wir aus den unterschiedlichsten Gründen personell wieder recht gebeutelt, dennoch war die Motivation hoch und man wollte sich zumindest mit erhobenem Haupt aus der Liga verabschieden.
Offensiv kamen beide Mannschaften recht schleppend in das Spiel. Zwar konnten in den ersten 60 Sekunden beide Seiten je ein mal einnetzen, in den folgenden sechs Minuten tat sich dann jedoch nichts mehr auf der Anzeigentafel. Das Spiel war von den Abwehrreihen geprägt, die sich ergebenden Wurfgelegenheiten wurden entweder von den guten Torhüterinnen zunichtegemacht, oder segelten am Tor vorbei. Auch im weiteren Verlauf lebte das Angriffsspiel eher von Einzelaktionen. Nach einer eigenen Auszeit in der 15. Spielminute kamen wir etwas besser in Schwung und konnten einen zwischenzeitlichen 2-Tore Rückstand wieder egalisieren (6:6, 19. Spielminute). Die Gäste zogen in der Folge zwar wieder davon, aber wir ließen uns nicht abschütteln und gingen mit einem 10:10 Unentschieden in die Halbzeitpause.
Die Marschroute für die zweite Halbzeit war somit klar: Weiter an sich glauben, die Aggressivität in der Abwehr hochhalten und die eigene Angriffseffektivität deutlich steigern. Der TSV erwischte jedoch den besseren Start in die 2. Halbzeit und übernahm wieder die Führung. Wir ließen uns jedoch nicht beirren und zeigten, dass wir nicht gewillt waren, die Punkte kampflos herzugeben. Mit einem 3-Tore-Lauf konnten wir das Ergebnis in der 40. Spielminute wieder auf Unentschieden stellen. In den nun folgenden 15 Minuten entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie mit mehrfachen Führungswechseln. In der 58. Spielminute gelang den Partensteinerinnen mit einem der vom jungen Schiedsrichtergespann vielleicht etwas inflationär verhängten Strafwürfen die 21:23 Führung und es schien fast so, als ob die Partie damit bereits entschieden wäre. Unser Anschlusstreffer sowie eine damit einhergehende Zeitstrafe gab jedoch wieder etwas Hoffnung und es entwickelte sich in der Tat noch ein kleiner Krimi. Der TSV durfte seinen Angriff lange ausspielen und erzielte dreißig Sekunden vor dem Ende ein Tor zum 22:24, das nur wenige Sekunden später mit dem Anschlusstreffer zum 23:24 beantwortet wurde. Mit einer offenen Abwehr schafften wir dann tatsächlich noch mal einen Ballgewinn, konnte in den verbleibenden zehn Spielsekunden jedoch keinen qualifizierten Abschluss mehr nehmen. So kassierten wir wie bereits im Hinspiel eine knappe Niederlage, wenngleich vermutlich in beiden Spielen eine Punkteteilung eher gerecht gewesen wäre.
Dieses Spiel bzw. zumindest das Ergebnis war ein Stück weit symptomatisch für den Verlauf der gesamten Runde. Die Mannschaft hat sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, es gab phasenweise wirklich sehr gute Ansätze aber am Ende waren es dann doch wieder Kleinigkeiten, die einen positive(re)n Ausgang verhindert haben. So steht nach 22 Spielen eine doch ernüchternde Ausbeute von 5:31 Punkten zu Buche und man wird in der kommenden Saison das erste mal seit der Spielzeit 2012/13 wieder in der Bezirksliga antreten. Man kann festhalten, dass die Ergebnisse keinesfalls das Leistungsvermögen der Mannschaft widerspiegeln, jedoch wenn man ehrlich ist den gezeigten Leistungen entsprechen. Nachdem die Mannschaft im Kern zusammenbleiben wird und auch schon einige Neuzugänge bzw. Rückkehrerinnen im Zulauf sind kann man trotz des Abstiegs positiv gestimmt in die Zukunft blicken. Ziel der anstehenden Saisonvorbereitung wird sein, die gute Stimmung im Team aufrecht zu halten, die Abläufe zu automatisieren und an den erkannten Schwächen zu arbeiten.
Die Mädels bedanken sich bei allen, die ihnen über die nicht immer einfache Runde hinweg die Treue gehalten haben. Bei den Zuschauern, den Sponsoren und natürlich auch bei den vielen unerwähnten Helfern im Hintergrund, ohne die vieles am Ende des Tages gar nicht möglich wäre!
Für die TGH spielten:
Tor: Späth, Csaki
Feld: Heckersbruch (2), Bleifuß, Liedel (1), Kruse (10/5), Diedrich (5), Aumaier, Wolf, (1), Kreutzer (4)