Höchberger Auswärtsblockade gebrochen
Zwei Saisons infolge schaffte man es nicht Punkte aus Höchberg mitzunehmen. Dieser Bock wurde jetzt endlich umgestoßen. Nach ausgeglichenen zehn Minuten übernahm die TG Heidingsfeld in Höchberg das Geschehen und konnte bereits im ersten Durchgang die augenscheinliche Vorentscheidung erzwingen. Knapp wurde es im zweiten Durchgang dann nicht mehr. Erstmals in der Saison konnte TGH-Coach Julian Bötsch beinahe auf den gesamten Kader zurückgreifen. Auf dem Papier standen 16 Mann im Kader für das erwartet schwere Auswärtsspiel bei der TG Höchberg – wobei sich erst am Spieltag selbst Veit Sommer abmelden musste, zudem fehlte noch Kreisläufer David Puchalla und kurzfristig unterstützte Jan Henrik Roosen die zweite Mannschaft, wodurch Bötsch doch lediglich zehn Feldspieler und drei Torhüter zur Verfügung standen.
Stück für Stück in Führung
Ein Problem war die personelle Situation, wie bereits in den vergangenen zwei Auftritten, nicht. Die junge Mannschaft aus Höchberg, trainiert von Bernd Becker, hatte am ersten Spieltag im Heimspiel gegen Königsberg direkt den ersten Sieg einfahren können, am zweiten Spieltag in Schweinfurt reichte es jedoch nicht zu einem weiteren Erfolg (27:31). Und doch ging die Mannschaft ohne Umschweife in die Partie – und das auf Augenhöhe. Nach etwas mehr als elf Minuten stand es 6:6 – wobei in der direkten Folge die Partie erstmals in Richtung der Hätzfelder Handballer kippen sollte.
Trotz einer Zeitstrafe und der resultierenden Unterzahl setzte die Bötsch-Truppe zum 3:0-Lauf an und stellte mit dem 6:9 auf einen ersten Drei-Tore-Unterschied. Diese Führung der Gäste sollte sich halten und Schritt für Schritt ausgebaut werden. Rund um die 20 Minute erhöhte der wieder genesene Florian Eisenhuth auf 11:15, Mustafa Nasrullah ließ das 11:16 folgen und Routinier und Kapitän Max Wirth setzte mit dem 11:17 nach. In die Kabinen ging es beim Stand von 13:19 – bis dahin hatte die Becker-Mannschaft bereits einige Umstellungen versucht. Doch weder ein offensiver noch der defensive Ansatz sollte in der Abwehr den Schlüssel bringen, zudem scheiterte Höchberg im Angriff immer wieder am gut aufgelegten Noah Schmucker oder gar direkt an den Blocks der zentralen Heidingsfeld-Verteidigung.
Wach aus der der Halbzeit
Wenn sich die TG Heidingsfeld eine Hausaufgabe aus den ersten beiden Saisonspielen mitgenommen hatte, dann waren es die ersten zehn bis 15 Minuten nach der Halbzeit. Sowohl in Schweinfurt als auch zuletzt gegen Volkach stellte die Zeit nach Wiederanpfiff die Heidingsfelder vor eine sichtliche Aufgabe. Schwächen im Angriff und wenig Zugriff in der Defensive machten die genannten Spiele stets wieder spannend – gegen Höchberg sollte das nicht passieren. Im Gegenteil, in der Zeitspanne bis in die 45. Minute zeigten die Bötsch-Schützlinge einen 5:9-Lauf, sodass Bernd Becker seine nächste Auszeit-Karte legen musste.
In der ablaufenden Partie passierte dann wenig, was die recht ordentliche gefüllte Mainlandhalle überraschte. Die TG Heidingsfeld verwaltete die Führung und baute punktuell den Vorsprung noch aus. Mit dem Endergebnis von 25:35 und damit dem Zehn-Tore-Sieg konnten Mannschaft und Coach Julian Bötsch mehr als zufrieden sein.
In der kommenden Woche erwartet die Hätzfelder in heimischer Halle die HSG Mainfranken. Anpfiff ist wie gewohnt um 19:30Uhr!
























