Start-Ziel Heimsieg

Zum ersten Heimspiel der Saison gastierte die HSG Volkach in Heidingsfeld. Schon früh in der Spielzeit sah sich Julian Bötsch einem gehörigen Personalkarussell gegenüber, mit dem besseren Ausgang für die TGH.

Bereits in der Trainingswoche war auf seiten der TG Heidingsfeld klar, dass zum ersten Heimspiel der Saison nicht alle Kräfte zur Verfügung stehen würden. Florian Eisenhuth erwischte die Erkältungswelle voll, sodass ein Einsatz früh ausgeschlossen war. Maximilian Wirth konnte nur bedingt am Trainingsbetrieb teilnehmen, Veit Sommer und Sebastian Fentner fehlten gar beide Trainingseinheiten. Mit dem Urlaub von Kreisläufer David Puchalla reduzierte sich der Hätzfeld-Kader mitunter auf die Minimalforderung. Zum Spieltag meldeten sich immerhin Wirth und Fentner gesund – die TGH ging daher nominell mit nur drei Rückraumspielern in den ersten heimischen Tanz. Positiv konnte zudem die Rückkehr von Ove Villman aus dem Urlaub in das TGH-Tor gemeldet werden. Die HSG Volkach reiste augenscheinlich mit vollem Kader an.

Viel Offensive – wenig Defensive

Die Hätzfelder Handballer machten bereits in den ersten Minuten klar, was man sich gegen Volkach vorgenommen hatte. Mit Tempo ging die Truppe von Julian Bötsch aus der eigenen Defensive in das Umschaltspiel, dort angekommen richteten es zunächst vor allem die Rückraumspieler Wirth und Steinert. Nach knapp fünf Minuten stand es so 5:2. Die angereiste HSG ließ sich von dem Blitzstart jedoch keinesfalls beeindrucken – der Drei-Tore-Rückstand hielt sich dennoch über die gesamte erste Halbzeit. In der Defensive hatte die TGH vor allem mit dem starken Rückraum der Gäste zu kämpfen, wobei die erwarteten Tore von Sebastian Krapf nur ein Teil des Misere waren. Eher fehlte es an Zugriff, sodass auch die Akteure rund um Krapf stets den Ball zum nächsten Mitspieler brachten. Daraus resultierten Durchbrüche, die man sich vorgenommen hatte zu vermeiden. Es wurde jedoch eher allgemein klar, dass sich beide Teams am zweiten Spieltag nicht unbedingt auf das Verhindern von Toren fokussiert hatten, beim Halbzeitpfiff stand es bereits 19:15.

Schwache zehn Minuten nach der Pause

Dennoch durfte Bötsch mit den vier Toren Vorsprung zur Pause zufrieden sein, bei 19 eigenen Treffern kann man 15 Gegentore wohl auch akzeptieren. Wie bereits im ersten Spiel der Saison gegen Schweinfurt kam die TGH im zweiten Durchgang zunächst nicht ins Spiel. Nach dem 21:15 kassierten die Hätzfelder einen 0:5-Lauf und plötzlich war die HSG Volkach bis auf ein Tor wieder dran. Anders als noch beim Auftaktsieg in Schweinfurt, sollte es jedoch nie ein Unentschieden geben. Bis zum 27:26 in der 42. Minute war es jedoch ein Tanz auf der sprichwörtlichen Rasierklinge. Dann aber kam die Sicherheit und vor allem das Tempospiel zurück nach Heidingsfeld. Ein 3:1-Lauf stellte auf 30:27, beim 32:28 in der 46. Minute zog die HSG zum Nachjustieren die Timeout-Karte.

Eine erneute Aufholjagd der Gäste gab es jedoch nicht. In den verbleibenden 14 Minuten spielte die TGH die eigenen Stärken clever aus und machte zudem Defensiv einen besseren Job, geprägt auch durch einige Paraden von Noah Schmucker. In der 54. Minute traf Moritz Buchholz zum 37:30 und damit zur deutlichsten Hätzfeld-Führung der Partie. Am Ende flammte umjubelt ein 39:33 von der Anzeigetafel. Der zweite Sieg im zweiten Spiel gibt durchaus Anlass zu etwas Euphorie, dennoch sind die Lehren, wie schon aus dem ersten Spiel gegen Schweinfurt, eindeutig.

Mirsokin, Maier (6), Tanushi, J. Schmucker (5), Nasrullah (1), Steinert (13), Buchholz (7), Wirth (6), Fentner (1) – Tor: N. Schmucker, Villmann

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