Bezirksliga-SÜD (Männer)
TG Höchberg        –       TG Heidingsfeld II                 21 : 28       (11:16)
Samstag, 07.03.2020

 

TG Heidingsfeld ist vorzeitig BL-Meister und steigt in die Bezirksoberliga auf!


Sieg in Höchberg beschert der Hätzfelder ZWOTEN die Meisterschaft!
Aktuelles Punktekonto von 24 : 0 ist aller Ehren wert. Zwei Ligaspiele stehen noch aus
Wunderbare Hätzfelder Anhänger, Fans, Feunde und Sympathisanten!!!

 


Es ist erledigt, das erste Etappenziel kann abgehakt werden, die Bezirksligameisterschaft ist perfekt. Jetzt wollen die sog. MANNI-Boys ihr Minuspunktekonto bis zum Rundenschluss jungfräulich halten und auch noch die letzten beiden Ligaspiele gewinnen. Allerdings wird man sich handballerisch wieder steigern müssen, wenn man das Heimspiel am kommenden Samstag gegen den TV Ochsenfurt gewinnen und inbesondere in zwei Wochen auch beim TV Großlangheim erfolgreich sein möchte. Am Samstagabend beim der TG Höchberg war jedenfalls nicht immer ein spielerischer Unterschied zwischen dem Ligaprimus aus Hätzfeld und dem Tabellenschlusslicht zu erkennen. Im Gegenteil, die Höchberger “Kellerkinder” wehrten sich nach Kräften und setzten den Nerven unserer Hätzfelder Jungs gehörig zu! Aber, bevor der Spielhergang zu protokollieren ist, müssen rings um dieses für beide Teams enorm wichtige Rundenspiel folgende Feststellungen klar und deutlich getroffen werden:


1. Phantastische Hätzfelder Anhängerschaar

Nahezu 90 Freunde, Fans und Sympathisanten waren am Samstagabend unserer Heidingsfelder ZWOTEN nach Höchberg gefolgt und wollten miterleben, wie die Schützinge von Trainer Manni Wirth an diesem Spieltag Meister werden. Für die Mannschaft und die Verantwortlichen war es eine helle Freude, so viel an Unterstützung zu erfahren. Die große Nervosität, auch bei den arrivierten Spielern, hatte sicherlich mehr mit diesen beeindruckenden Sympathiebekundungen und dem rundum stimmungsvollen Rahem zu tun, als mit er eigentlichen Aufgabe auf dem Spielfeld. Die Hätzfelder ZWOTE bedankt sich auf diesem Weg bei der gesamten, herrlichen Hätzfelder Handballfamilie auf das Herzlichste!


2. Höchberger Keeper war bester Spieler des Abends!

Der Höchberger Torwart, Heiko Söhlmann war ganz klar der beste Akteur des Spiels. Der frühere Bayernliga-Keeper narrte nahezu jeden TGH-Spieler mit seinen Paraden. Immer und immer wieder tappten die Heidingsfelder in die von ihm “gebauten” Wurffallen und sahen (leider) sehr oft, sehr schlecht dabei aus. Kaum vorstellbar, dass die TG Höchberg mit dem wohl besten Torhüter der Liga in der kommenden Runde bloß noch in der Bezirksklasse an den Start gehen wird.


3. TG Höchberg spielte nicht wie ein Tabellenschlusslicht

Auch das muss gesagt werden, die Höchberger spielten ganz und gar nicht wie ein Absteiger. Technisch war der Tabellenletzte sicherlich nicht schwächer als der Tabellenführer aus Heidingsfeld und auch in punkto Courage mangelte es den “Kraken” an nichts. Mutig vorgetragener Tempohandball belegt diese Aussage. Jedenfalls gibt die gute handballerische Vorstellung vom Samstagabend dem objektiven Betrachter Rätsel auf, ob der Tatsache, dass diese talentierte Truppe nun aller Voraussicht nach absteigen muss. Was ist da los?


Eigentlich ist der Spielverlauf nun nicht mehr allzu relevant und kann deshalb gerafft dargestellt werden. Die Hätzfelder spielten in keiner Phase der Partie richtig stark, eher im Gegenteil. Besonders schlimm war gleich
die Anfangsphase, als man nach sechs Minuten mit sage und schreibe 1:5 im Hintertreffen lag! Gleich mehrere freie Bälle hatte man in dieser kurzen Spielzeit bereits “vergeigt” bzw. war auf den Höchberger Schlussmann und seine “Spielchen” hereingefallen. Um es gleich zuzugeben, dieser Heiko Söhlmann reduzierte die Psyche der Heidingsfelder Protagonisten wieder einmal – auch im Hinspiel war das schon so – auf ein jämmerliches Stückchen Elend. Rene Sampers, Cedric Steinmetz, Ivo Groksch, Janik Nass usw. alle waren fix und fertig mit den Nerven und scheiterten ein uns andere Mal an diesem Teufelskerl. Es dauerte deshalb bis zur 14. Minute, bis man aus Hätzfelder Sicht das Ergebnis sozusagen wieder eingefangen hatte und den 7:7-Ausgleich erzielen konnte. Drei Minuten später hatte man dann das Spiel tatsächlich ein wenig besser unter Kontrolle gebracht und war mit 10:8 in Front gegangen. Handballerisch sichtbar besser und auch ergebnistechnisch deutlicher wurde die Hätzfelder Spielerei erst, nachdem Flo Nöth und Patte Grammel für die beiden eigentlichen Top-Leute Rene Sampers und Cedric Steinmetz auf der Platte agierten. Jetzt lief der Ball besser durch die Aufbaureihe und es wurde endlich das stets gewinnbringende Übergangsspiel aufgezogen, und prompt zeitigten diese Angriffsbemühungen auch den gewünschten Erfolg. Nicht zuletzt durch zwei wunderschöne “Nöth-Treffer” erspielte und verdiente man sich nun die 16:11-Halbzeitführung.

Im zweiten Spielabschnitt geriet dann der angepeilte Sieg auch nicht mehr in Gefahr. Aber es gelang dem Tabellenführer eben auch nicht, das Resultat weiter auszubauen und vor allem wurde die Spielerei auch nicht besser. Weiterhin wurden serienweise die allerbesten Torchancen verballert. Der Grund dafür ist klar – es konnte nur EINEN geben. Allerdings wurde die zweite Spielhälfte auch

dazu genutzt, um ein wenig durchzuwechseln und so fast allen Spielern etwas Spielanteile zu verschaffen. Wie gesagt, es wurde vom Ergebnis her nicht mehr wirklich eng und über die Zwischenstände von 23:17 in der 45. Minute und dem 25:19 in der 53. Minute gelangte man zum Endresultat von 28:21.

Es war beileibe kein standesgemäßes Ergebnis, aber es muss jetzt auch mal gut sein mit Kritik und Selbstkritik, denn der Sieg bedeutet vor allen Dingen eines, die Meisterschaft! Das und nur das zählte an diesem Spieltag für die MANNI-Boys – nichts anderes war wichtig!

Es ist keine dahergeschriebene Chronistentat, sondern tiefe, aufrichtige Anerkennung, wenn nun der DANK an diese echte Heidingsfelder Mannschaft, an diese geeinte Truppe zum Ausdruck kommt! Dieser Titel geht völlig zurecht an die Hätzfelder ZWOTE, die in der heutigen Zeit – welche so stark von Unverbindlichkeit, Individualität, von Fakenews und Wortbruch geprägt ist – die etwas altbacken wirkenden Begriffe von “Zusammenhalt und Gemeinschaft” leben und gestalten. Hier bei dieser Mannschaft ist der Teamgeist zuhause! Freilich, auch die MANNI-Boys hatten und haben ihre Probleme, freilich gab es oftmals  Klärungsbedarf, nie war wirklich alles gut (wieso auch – schließlich spielen wir Handball), aber es gab nie eine derben Streit, sondern stets eine gute Streitkultur! Und nie, wirklich niemals, stand der Einzelne über dem Team. Der richtige Umgang mit Schwierigkeiten, das Aufrappeln nach kleineren Rückschlägen und eben dieser unwiderstehliche Wille zum Zusammenhalt, das, genau das ist die eigentliche Rechtfertigung für diesen Meistertitel.

Herzlichen Glückwunsch an die Hätzfelder ZWOTE … und tausend Dank an alle, die das Team so wunderbar unterstützt haben.

 


Es spielten für die TG Heidingsfeld II:

Noah Schmucker (TW: 1. – 60. Min.); Tobi Kellner (n. e.); Alex Wagner (3/2); Pius Eisenmann (2); Benni Heuer; Rene Sampers (3); Cedric Steinmetz (9/4); Jakob Schulz (n. e.); Patte Grammel (2); Ivo Groksch (3); Flo Nöth (2); Kolle Singer (2); Marius Schneider; Jank Nass (2)

Nächstes Spiel:
Samstag, 14.03.2020  um  15.15 Uhr                TG Heidingsfeld        –       TV Ochsenfurt
TGH-Sportzentrum, Ballsporthalle

 

  • One Response to the post:

  • Heiko Söhlmann
    at 11:46

    Danke für den schönen Bericht! Bei Punkt 1 und 3 kann ich auf jeden Fall zustimmen. Es war eine schöne Kulisse und eine tolle Stimmung mit einem verdienten Meister.

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