Mannschaftliche Geschlossenheit schlägt individuelle Stärke

 

TG Heidingsfeld II – HSV Main-Tauber 27:23 (13:13)

 

Nachdem die Hätzfelder Handballer in den letzten Wochen mit den Geschehnissen um die Bayernliga-Mannschaft eher für negative Schlagzeilengesorgt haben, brannte die zweite Mannschaft darauf, endlich wieder aktiv in den Spielbetrieb einzusteigen und ihre makellose Erfolgsserie aus der Hinrunde fortzusetzen. Mit dem HSV Main-Tauber gab gleich zu Beginn der Rückrunde ein richtig starker Gegner seine Visitenkarte in der Jahnwiese ab. Die Gäste hatten im bisherigen Saisonverlauf lediglich im Hinspiel gegen die Zweite, sowie auswärts in Großlangheim Punkte abgeben müssen und wollten mit einem Auswärtssieg ihre Chancen auf einen der beiden ersten Plätze der Bezirksliga Süd behaupten.

 

Vor Anwurf hatte Coach Manni Wirth jedoch erst ein wahres „Luxusproblem“ zu lösen, da sich vor dem Spiel sage und schreibe 18 Spieler fit und einsatzbereit gemeldet haben. Hier zeigt sich jedoch auch eine Stärke der Mannschaft, da auch die Spieler, die auf der verlängerten Bank bzw. der Tribüne Platz nehmen mussten nicht etwa beleidigt waren, sondern die Spieler auf dem Feld bedingungslos angefeuert haben.

 

In den Anfangsminuten der Partie gelang es keiner der beiden Mannschaften, sich abzusetzen. Es zeigte sich jedoch deutlich, dass der HSV aufgrund seiner individuell stärkeren Einzelspielern vergleichsweise einfach zu seinen Treffern kam, während die Zweite jeweils mehr für ihre Tore investieren musste. Beim Spielstand von 4:4 gelang es dann der Zweiten, sich das erste mal einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten und auf 8:4 (13. Minute) davon zu ziehen. Grund hierfür waren unter anderem mehrere Paraden unseres 17-jährigen Nachwuchstorhüters Noah, der nahtlos an seine starke Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen konnte. Die Gäste ließen sich von dem Rückstand jedoch nicht beirren und kämpften sich durch kaum zu verteidigende Einzelaktionen Tor um Tor heran. In dieser Phase schenkten wir allerdings auch zu leichtfertig den Ball her, so wurde zu häufig ein Pass an den Kreis versucht und auch der eine oder andere vorschnelle Abschluss aus wenig aussichtsreicher Position gesucht. In der 25. Minute gelang dem HSV dann schließlich der 11:11 Ausgleich. Zwar konnten wir in den letzten Minuten der 1. Hälfte wieder mit zwei Toren wegziehen, jedoch schlug quasi mit der Schlusssirene ein Rückraumwurf zum 13:13 Pausenstand im TGH-Gehäuse ein.

 

In der Halbzeitpause versuchte Coach Wirth seine Schützlinge nochmal auf den vor dem Spiel ausgegebenen Matchplan einzuschwören und stellte die 6:0-Abwehr noch etwas defensiver ein. Diese Umstellung sollte im weiteren Spielverlauf entscheidend sein, da die Gäste mit zunehmender Spieldauer immer größere Probleme hatten, im Spiel sechs gegen sechs zu klaren Abschlüssen zu kommen. Aus einer sicheren Abwehr heraus mit einem gut aufgelegten Torhüter dahinter spielte die Zweite sehr konzentriert und geduldig ihr Konzept und konnte sich immer wieder gute Torgelegenheiten erspielen. Mitte der zweiten Hälfte gab es dann eine Reihe von Zeitstrafen, im Zuge derer der HSV vergleichsweise einfache Treffer erzielen konnte. Hiervon ließ sich die Zweite allerdings nicht entmutigen und auch in Unterzahl konnten durch kluge Aktionen immer wieder eigene Treffer verbucht werden. Am Ende der Begegnung stand ein verdienter, auch in der Höhe gerechtfertigter 27:23 Heimsieg auf der Anzeigentafel und die Mannschaft konnte sich vor stattlicher Kulisse feiern lassen.

 

Bei so einer starken Mannschaftsleistung fällt es natürlich schwer, einzelne Spieler aus dem Kreis der „Manni-Boys“ hervorzuheben. Jedoch stachen neben dem bereits erwähnten starken Torhüter auch der Topscorer Cedric und Alexander hervor, der nach gefühlt einem halben Jahr ohne Training eine beeindruckende Leistung gezeigt und in wichtigen Momenten die Verantwortung für das Team übernommen hat.

 

Nach dem Spiel wurde bekannt, dass der schärfste Konkurrent TV Großlangheim sein Heimspiel gegen die TG Würzburg verloren hat und dadurch bereits 5 Minuspunkte aufweist. Dies ist natürlich erfreulich, allerdings muss auch die Zweite ihre verbleibenden Spiele erst mal gewinnen, um das selbstgesteckte Ziel Aufstieg in die BOL zu erreichen. Der erste Charaktertest steht hier bereits am kommenden Wochenende an, wenn es am Samstag um 16.00 Uhr in der Sporthalle am Sonnenstuhl gegen die SG Randersacker geht.

 

 

Für die TGH spielten:

Tor: Schmucker

Feld: Wagner (6), Heuer, Sampers (3), Steinmetz (11/2), Albers (1), Groksch (4), Nöth (1), Singer, Nass (1)

 

Strafwürfe: 2/2 – 6/4

Zeitstrafen: 7 – 0

Schiedsrichter: Hansen / Oehrlein

 


 

Fotos

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